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Infobrief  Mai 2001

Liebe Freunde unseres Vereins,

zu allererst bedanke ich mich bei allen unseren langjährigen Spendern und Förderern für ihre Spendenfreudigkeit und Treue. Auch möchte ich die vielen neuen Interessenten und Spender begrüßen, die uns erst vor kurzem durch Presseberichte oder unser Benefizkonzert am 30. März d.J. kennengelernt haben und heute zum erstenmal unser zweimal jährlich erscheinendes Infoblatt in den Händen halten. Wie Sie sicher wissen, haben die Vereinten Nationen das Jahr 2001 zum "Internationalem Jahr der Freiwilligen" ausgerufen. Gemeint sind damit die Abertausende von ehrenamtlichen Mitgliedern der sog. NRO - Nicht Regierungs Organisationen. In Deutschland - so schätzt man - gibt es mindestens 20.000 solcher Organisationen und Vereine, die in allen 5 Kontinenten humanitär tätig sind. Da gibt es z. B. in München Vereine, die in Ghana Nähschulen aufbauen, in Bolivien Brunnen bohren, in Namibia Bäume pflanzen, in Indien für Schulkinder Milch kaufen - und auch unseren Verein, der sich um bedürftige, vergessene Alte in Moskau kümmert. Es ist für die ehrenamtlichen Mitglieder dieser Vereine nicht leicht, die gesteckten Ziele zu erreichen. Man muss Enttäuschungen verarbeiten können, sich manchmal eine dicke Haut zulegen und sich nicht schämen, penetrant zu wirken bei der Bitte um Spenden. Denn ohne Geld kann man seine Projekte nicht realisieren. Die Dankbarkeit der Menschen, denen geholfen wird ist unendlich groß. So bekamen wir nach unserer letztjährigen Weihnachts-Esspaket-Aktion zahlreiche Dankschreiben. Es schrieb uns Frau M. Portnowa:".... Ihre Geschenke machten uns zu glücklichen Menschen und ermöglichten uns ein Festessen aufzutischen...." Und die behinderte 74jährige Frau W. Pobortzewa schrieb"....es war schön, von Ihnen ein Weihnachtspaket zu erhalten, in welchem viele leckere Sachen waren....Gott möge Sie und Ihre Angehörige schützen...." Die 82jährige Frau M. Tschunarewa erzählt in ihrem Brief: "....auch als ich im Krankenhaus lag, hat man mich nicht vergessen. Es kam eine Schwester des "Mobilen Sozialdienstes" mit einem schönen Lächeln, brachte Geschenke mit und der Schmerz verging....." Zum Schluss möchte ich Sie bitten, uns und unsere Bedürftigen auch in diesem Jahr nicht zu vergessen und sage schon im Voraus herzlichen Dank.

 

Unser Spendenaufkommen

Spenden im Jahr 2000: Im vergangenen Jahr 2000 konnten wir über 60 neue Spender in unsere Kartei aufnehmen. Dadurch und dank der Treue unserer alten Spender war ein Rekordergebnis möglich: über DM 130.000, unser bisher bestes Spendenaufkommen. Teilweise wirkte sich auf dieses Ergebnis auch die Tatsache aus, das mehrere unserer alten Spender einen runden Geburtstag feierten und auf Geschenke zugunsten einer Spende an unseren Verein verzichteten. Unser 6. Benefizkonzert: Am 30. März 2001 fand in der Münchener Philharmonie unser bereits 6. Benefizkonzert statt und wieder im restlos ausverkauften Carl-Orff-Saal. Fast die Hälfte der 600 Konzertbesucher waren unsere Spender, treue Stammkunden unserer Konzerte. Auch diesmal war der Abend eine großer Erfolg, denn wir hatten wiederum namhafte Künstler vom Moskauer Bolschoitheater eingeladen: den bekannten Sänger Jewgenij Nesterenko, den das Münchner Publikum durch mehrere Gastauftritte in der Staatsoper kannte und zwei Starsolisten des Bolschoiballetts: Irina Pjatkina und Dmitri Gudanow, die das Publikum mit ihrer Tanzkunst begeisterten. 

Unsere Veranstaltungspläne

Schon heute wollen wir darauf hinweisen, dass wir für den Juni 2002 eine weitere 9-tägige "Spenderreise" planen: wiederum nach Moskau und zu den " Weissen Nächten" in St. Petersburg. Unsere letzte Reise im Juni 2000 war sehr erfolgreich: die 38 Teilnehmer konnten u.a. auch unsere Projekte in Moskau kennenlernen und sich so von dem Sinn unserer Arbeit überzeugen. Für den 27. Oktober 2002 haben wir anläßlich unseres 10-jährigen Jubiläums das Münchner Prinzregententheater für ein großes Galakonzert gebucht. Und natürlich planen wir in diesem Jahr in der vorweihnachtlichen Zeit unser traditionelles "Spendertreffen". Sie erhalten zu allen diesen Veranstaltungen rechtzeitig eine detaillierte Einladung, und wir würden uns freuen, Sie dann zu treffen.

Neu: Unser "Sozialer Heimdienst"

Ermöglicht durch unsere gute finanzielle Situation werden wir im Rahmen unseres "Mobilen Sozialdienstes" ab dem 1. Juli weitere Mitarbeiterinnen einstellen. Zu den bisherigen 40 Krankenschwestern sollen weitere Kräfte den Kreis der Betreuten erweitern. Geplant ist die Einstellung von ca 20 neuen Helferinnen, die keine medizinische Ausbildung besitzen und daher keine medizinischen Behandlungen durchführen werden. Zu ihren Aufgabengebieten gehören hauswirtschaftliche Arbeiten, Zubereitung von Essen, Erledigung von Einkäufen, Begleitung bei Behördengängen usw. Hilfestellung bei der hygienischen Pflege, sowie menschliche Zuwendung sind weitere wichtige Bestandteile ihrer Aufgaben. Alle neuen Kräfte werden in unserer Schule einen kurzen Lehrgang in den Fächern der Altenpflege absolvieren.

Warum ich Spenderin wurde

Von Adelheid Köberlin
Vielleicht ist es manchen von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auch schon so gegangen: Sie würden gerne eine gewisse Summe, einmal oder regelmäßig an eine karitative Organisation spenden. Die Frage ist nur: an wen?? So ist es mir vor einigen Jahren ergangen. Bis auf einer Urlaubsreise ein Teilnehmer der Gruppe von einer kleinen Hilfsorganisation erzählte, bei der er sich engagierte. Was ich da erfuhr, erst nur ein wenig, auf meine Fragen hin ausführlich, war so positiv, dass ich beschloss, diesen Verein "Altenhilfe Moskau" näher kennen zu lernen. Zuerst ließ ich mir Informationsmaterial schicken. Dann ging ich zu einem "Spendertreffen", das ein Mal jährlich stattfindet. Danach war es für mich klar, dass ich hier eine Hilfsorganisation gefunden hatte, der ich vertrauen konnte. In der Zwischenzeit habe ich sogar die Arbeit in Moskau persönlich kennengelernt. Es ist für mich sehr beeindruckend, was für eine Arbeit die Mitglieder des Vereins und ihre Moskauer Partner leisten. Ich habe es bis heute nicht bereut, mich mit Spenden und persönlichem Engagement daran zu beteiligen.