Ausgabe 26 – November 2009

 

 

Liebe Spenderinnen und Spender,

liebe Freundinnen und Freunde unseres Vereins,

 

mehr als 17 Jahre sind wir inzwischen mit Altenhilfe Moskau aktiv, und es fällt zugegebenermaßen auch uns nicht immer leicht, uns zu ständig neuem Engagement für unsere Projekte in der russischen Hauptstadt zu motivieren. In diesem Jahr hatten wir gleich zwei Schicksalsschläge zu verkraften: Im Mai verstarb unerwartet unser langjähriges Vorstandsmitglied Helmut Aicher, und im Juli starb auf tragische Weise meine Frau

Irina. Sie war vor vielen Jahren der Grund dafür, dass wir unseren Verein zugunsten der Projekte in ihrer Heimat überhaupt ins Leben riefen. Die letzten Monate waren daher nicht ganz leicht für uns. Sehr erfreulich wiederum ist aber, dass unser langjähriges Mitglied Silke Ladewig in den Vorstand aufrückte und sich nun von dort aus mit weiterhin größtem

Engagement für den Verein einsetzt.

 

Gegenwind weht uns, wie bereits in früheren Briefen angesprochen, seit über einem Jahr auch durch die Finanzkrise entgegen, die das Spendensammeln nicht gerade begünstigt. Und immer häufiger hören wir in der letzten Zeit zudem die Frage „Warum helft Ihr eigentlich den Russen, die haben doch inzwischen selber so viel Geld?“

 

Bei unseren jüngsten Benefizveranstaltungen Mitte Oktober, zwei Abenden mit dem herausragenden St. Petersburger Ballett-Theater Boris Eifman im Münchner Prinzregententheater, haben wir diese Frage in

etwa so beantwortet: Zu den Reichen in Russland zählen aktuell nicht einmal drei Prozent der Bevölkerung. Mehr als 40 Prozent der Russen gelten aber als arm – darunter zwei Drittel Rentner. Sie leben von durchschnittlich umgerechnet 40 Rubel im Monat.

 

Ein russisches Sprichwort sagt: "Сытый голодного не разумеет“ –

Der Satte versteht den Hungrigen nicht." Man könnte weitergedacht

sagen: „Das Schönste am Schenken ist das Leuchten in den Augen des Beschenkten.“ Und da wir dieses Leuchten so oft und gerne in den Augen der von uns betreuten Alten in Moskau sehen, ist es uns Ansporn, uns doch immer wieder auf’s Neue für sie einzusetzen.

 

Bitte helfen Sie uns weiterhin mit Ihrer Spende, damit wir unsere Projekte auch 2010 fortsetzen können! Wenn Sie darüber hinaus aktiv mit-helfen möchten, die Not alter Menschen in der russischen Hauptstadt zu mildern, verstärken Sie Altenhilfe Moskau doch als Mitglied und engagieren Sie sich gemeinsam mit uns! Leuchtende Augen werden es Ihnen danken.

 

Mit herzlichen Grüßen Ihr

Peter Böhm, Vorsitzender des Vorstands

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Benefiz: Don Quixote im Münchner
Prinzregententheater

 

„ (…) Denn es war herrlich, überwältigend, fesselnd von der ersten bis zur letzten Sekunde, einfach großartig. Wir waren für zwei Stunden wie verzaubert und werden 2011 ganz sicher wieder dabei sein, wenn Boris Eifman mit seinem Ensemble wieder nach München kommt. Herzlichen Dank für Ihr Engagement für die „weniger gut Gestellten“ in Moskau und vielen Dank für die Organisation des Ballett-Theater Abends mit Boris Eifman im Prinzregententheater am vergangenen Samstag. (…)“

 

Diese begeisterten Zeilen schrieben uns zwei Besucher der diesjährigen Don Quixote-Auf-führungen des St. Petersburger Ballett-Theaters Boris Eifman. Solch lobende Zeilen freuen uns natürlich ungemein. Denn wer hätte gedacht, dass unser kleiner Verein, dessen Mitglieder bei Gründung vor 17 Jahren von der Durchführung einer solchen Benefiz-Veranstaltung nur wenig Ahnung hatten, nun schon die 25. Benefizveranstaltung organisieren würde. Darauf sind wir ziemlich stolz.

 

Schon zum dritten Mal nach 2005 und 2007 war Eifman mit seinem hochkarätigen Ensemble Mitte Oktober unser Gast im Münchner Prinzregententheater. Auf Wunsch der Tourneeveranstalter trat die Compagnie diesmal sogar an zwei Abenden auf. Für uns eine besonders große Herausforderung. Denn das „Prinze“ hat über 1.000 Plätze, und so standen wir vor der Aufgabe, mehr als 2.000 Eintrittskarten zu verkaufen. Mit Hilfe des großen Engagements aller unserer Mitglieder konnten wir das Theater erfreulicherweise beide Male bis auf wenige freie Plätze füllen.

 

Und es war wieder ein überwältigender Erfolg –

die rund 40 Tänzer wurden mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Für alle Ballettfans haben wir schon heute die erfreuliche Nachricht, dass Boris Eifman und sein Ensemble mit Evgeni Onegin am 16. Oktober 2011 zum vierten Mal zu uns nach München kommen werden.

 

Spendenbescheinigungen

 

Wie Sie sicherlich wissen, ist unser Verein wegen der Förderung mildtätiger Zwecke (Steuernummer 143 / 210 / 30549) nach Paragraph 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetz von der Körperschaftsteuer befreit, und Spenden sind steuerlich absetzbar. Bisher verschickten wir Anfang jedes Jahres an alle Spender automatisch eine Spendenbescheinigung. Nach Auskunft des Finanzamtes ist bei einer Spende von unter 200 Euro das Ausstellen einer Bescheinigung künftig nicht mehr notwendig. Deshalb werden wir aus administrativen und finanziellen Erwägungen bei Zuwendungen von unter 100 Euro ab 2010 keine Spendenbescheinigungen mehr versenden.

 

Bitte nehmen Sie es uns nicht übel, wenn Sie in diesem Rundschreiben einen Überweisungsschein vorfinden, Sie aber vielleicht erst kürzlich eine Spende überwiesen haben. Aus postalischen Gründen – alle Sendungen müssen einen identischen Inhalt haben – können wir dies leider nicht anders handhaben.

 

Inflation in Russland

 

Anders als bei uns in Deutschland ist die jährliche Inflationsrate in Russland auch weiterhin groß. So stiegen die Preise im Jahr 2008 um 13,3 Prozent. In diesem Jahr wird mit einer Steigerung von rund 11 Prozent gerechnet und für 2010 sind 12 Prozent prognostiziert. Das bedeutet für unsere Moskauer Mitarbeiter eine weitere Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen und für uns die Notwendigkeit, die Gehälter der Inflation anzupassen. In diesen Tagen sind unsere beiden Vorstandsmitglieder Silke Ladewig und Peter Böhm zu Budgetverhandlungen in Moskau, und wir hoffen auf ein realistisches Ergebnis dieser Gespräche.

 

Basar und Konzert in der Deutschen

Botschaft in Moskau

 

Am 21. Oktober 2009 findet der diesjährige Weihnachtsbasar in der Deutschen Botschaft in Moskau statt. Sowohl wir als auch unsere Partnerorganisation, der Moskauer Verein der Barmherzigen Schwestern, sind erneut dazu eingeladen. Wir werden die Gelegenheit nutzen, dort wieder einige unserer Russland-Artikel zu verkaufen – darunter Bücher, Grußkarten sowie gerahmte Fotografien alter russischen Städte – und unsere Arbeit in Form von Fotografien und Zeitungsberichten auf Stellwänden zu präsentieren.

Eine Woche später organisiert die Deutsche Botschaft zugunsten unserer Vereine in Moskau ein Benefizkonzert mit einem russischen Chor. Beide Veranstaltungen zeugen von der Anerkennung unserer karitativen Arbeit von Seiten der Deutschen Botschaft. Dies freut uns sehr.